Multimodale Schmerztherapie bei CRPS (Morbus Sudeck)

CRPS steht für Complex Regional Pain Syndrom, also komplexes regional (auftretendes) Schmerzsyndrom. Diese Krankheit hieß früher Morbus Sudeck nach dem Chirurg Paul Sudeck.

Was ist CRPS eigentlich und wie entsteht diese Krankheit?

Anhaltende, starke Schmerzen an Gliedmaßen, die scheinbar ohne Ursache auftreten, kann CPRS sein. Oft geht dem ein Bagatell-Trauma voraus, ein Unfall oder eine Operation, allerdings steht die Schwere dieses Traumas nicht in Relation zur Stärke des Auftretens von CPRS.

Beim CRPS besteht z.B. eine Schwellung an der ganzen Hand. Dies ist unabhängig von der Beweglichkeit der Hand. Es kommt zur völlig gestörten Schweißsekretion, d.h. die Hand beginnt zu schwitzen oder zeigt Kältesymptome unabhängig vom Rest des Körpers. Es existieren Hauttemperaturunterschiede von 1°C. Das Nagel- und Haarwachstum ist gestört. Die Haut verändert sich. Muskelschwäche, Zittern und eine erhöhte Reflexbereitschaft kann auftreten.

Objektive Tests sind nicht verfügbar. Die Klinik, d.h. die Symptome sind entscheidend. Es müssen motorische, trophische und sensible Störungen vorliegen.

Die Therapie bindet ggf. auch andere Therapeuten ein, wie z.B. den Physiotherapeuten, um mit gezielter Krankengymnastik Beweglichkeit und Koordination der betroffenen Gliedmaßen zu fördern.

Sinn der mulitmodalen Schmerztherapie ist, dass der Patient wieder die Kontrolle über die schmerzhafte Extremität erlangt. Die Funktion weitestgehend wieder zu erlangen und die Schmerzen zu kontrollieren, das sind realistische Behandlungsziele, die ich mit Ihnen verfolge.

Je früher diese Behandlung einsetzt, desto höher sind die Erfolgsaussichten.